Joomla: Die Neuerungen in Joomla! 1.5

Tja, endlich ist sie da, die neue Joomla!-Version. Und in der Tat hat es lange genug gedauert, bis Joomla! 1.5 das Licht der Welt erblickte. Kein Wunder also, dass die Erwartungen, die an die 1.5er-Version des beliebten Open-Source-CMS gestellt wurden, extrem hoch waren. Zweifellos haben sich die Core-Entwickler sehr viel Zeit genommen, bis sie den finalen Download freigegeben haben. Was so lange währt, kann doch eigentlich nur gut werden, oder etwa nicht? Hat sich die lange Wartezeit tatsächlich gelohnt und ist ein Umstieg von 1.0 und 1.5 wirklich ratsam?

In diesem Workshop wird ein erster (prüfender) Blick auf Joomla! 1.5 geworfen. Erfahren Sie hier, ob sich das Warten tatsächlich gelohnt hat und welche neue Funktionen es gibt.

Aus Mambots wurden Plugins

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Aus Mambots werden Plugins

Dass Joomla! eine Abspaltung von Mambo ist, hat sich mittlerweile natürlich längst herumgesprochen. Um mit dieser Nähe nun auch von den Begrifflichkeiten her zu brechen, wurde mit Joomla! 1.5 der Begriff Plugins eingeführt. Plugins dienen im Allgemeinen dazu, die Inhalte von Plugins „aufzupeppen“.

Aus Mambots wurden Plugins

Hinter Plugins verbirgt sich also nichts anderes als Mambots, nur eben unter einem anderen Namen.

Die Backend-Struktur

Bereits bei dem ersten Blick ins Backend fällt auf, dass sich die Core-Entwickler mächtig ins Zeug gelegt haben.

Das neue Backend

Die Struktur wird übersichtlicher und das gesamte Backend ist „erwachsen“ geworden. So wurden Optionen, die bisher nur schwer zu erreichen gewesen sind, entweder ganz gestrichen oder an besser zugängliche Stellen verschoben. Bestes Indiz dafür ist die Tatsache, dass es jetzt im Hauptmenü nur noch sieben Punkte gibt, während es früher immerhin 11 gewesen sind.

Installer

Die Installation und Deinstallation von Komponenten, Modulen, Plugins, Templates und Sprachen findet nun an zentraler Stelle, nämlich im Extension Manager, statt.

Die Installation kann dabei direkt über das lokale Dateisystem, über ein Browser-Formular vom „heimischen“ Rechner auf den Server oder auch direkt von der Homepage der entsprechenden Erweiterung vorgenommen werden. Letzteres klappt zwar nur, wenn der genaue URI bekannt ist, hat allerdings einen entscheidenden Vorteil: Bei der Installation entfällt der Umweg über die heimische Festplatte.

Installation ohne Festplatten-Umweg

Artikel-Verwaltung

Das Content-Item-Konzept wurde (zum Glück) nicht mit in die neue Version übernommen. Endlich lassen sich nun alle Beiträge bzw. Artikel zentral verwalten. Das entsprechende Werkzeug dafür ist der Artikel Manager.

Der Artikel-Manager

In diesem Manager hat man nun endlich alles im Blick. Artikel lassen sich unter anderem anlegen, ändern und löschen. Der Artikel-Manager hat aber noch eine Vielzahl anderer Funktionen zu bieten. Interessant für “Statistiker” ist in diesem Bereich die neu hinzugekommene Spalte Zugriffe.

Diese Spalte zeigt an, wie oft ein Artikel aufgerufen wurde. Auch hier noch einmal ein (gedanklicher) Blick auf Joomla! 1.0. Dort gab es zwar die gleiche Funktion ebenfalls, allerdings musste man die in der Backend-Hauptseite über den Tab Seitenaufrufe hervorzaubern. Auch hier also wieder ein Stück in Richtung Benutzerfreundlichkeit.

Wer den Archiv-Manger sucht, wird das vergeblich tun. Der hat es nämlich tatsächlich nicht in die 1.5er-Version geschafft. Das heißt nun aber freilich nicht, dass es keine Möglichkeit mehr zur Archivierung von Artikeln gibt. Ganz im Gegenteil. Die Archivfunktion wurde sogar noch verbessert. Denn jetzt können archivierte Artikel über den ganz normalen Artikel-Manager verwaltet werden. Ein hin und her wandern zwischen “normalen” und archivierten Artikeln entfällt somit also.

So erkennt man auf den ersten Blick, welche Artikel archiviert sind und kann sie bei Bedarf ganz bequem wiederherstellen. In diesem Zusammenhang auch noch der Hinweis, dass es nun auch die Möglichkeit gibt, Artikel nach ihrem Status zu filtern. Endlich ist es also beispielsweise möglich, sich ausschließlich solche Artikel anzeigen zu lassen, die archiviert oder eben veröffentlicht sind.

Menü-Management

Wenn Sie in früheren Joomla!-Versionen Menüs angelegt und verwaltet haben, wissen Sie, dass das alles andere als einfach oder intuitiv gewesen ist. In der neuen Version ist diese Schwäche behoben worden. Wenn man jetzt beispielsweise einen neuen Menüpunkt erstellt, kann man aus einem entsprechenden Dialogfenster die gewünschte Menüart auswählen.

Wenn Sie sich im Gegensatz dazu die unübersichtlichen Optionen älterer Joomla!-Versionen ins Gedächtnis rufen, wissen Sie die neue Einfachheit zu schätzen.

Barrierefreiheit/Zugänglichkeit

Barrierefreiheit bzw. Zugänglichkeit war in früheren Joomla!-Versionen nicht oder nur schwer umzusetzen. In der 1.5er-Version können Sie nun ohne großen Aufwand barrierefreie Webseiten erstellen. Am einfachsten funktioniert das mit dem Beez-Template. Beez lässt sich beliebig modifizieren und ist somit der ideale Ausgangspunkt für barrierefreie Eigenkreationen.

Barrierefreiheit gibt es jetzt auch.

Ausführliche Informationen dazu finden Sie unter http://www.joomla-beez.de/.

Templates

Im Template-Bereich hat sich natürlich auch eine Menge getan. Für Template-Entwickler hat das allerdings zunächst einmal zur Folge, dass die sich neu in die Materie einarbeiten müssen. Das fängt schon bei der Verzeichnisstruktur der Templates an und setzt sich konsequent bis hin zu den einsetzbaren Platzhaltern fort.

Die neue Template-Oberfläche

Und noch eine Neuerung im Template-Zusammenhang, die vor allem die Experimentierfreudigen und die Abwechslung liebenden Joomla!-Anwender interessieren wird: Ohne großen Aufwand lassen sich für die Webseite unterschiedliche Templates definieren. So ist es beispielsweise im Extremfall möglich, dass jede einzelne Seite ein eigenes Template besitzt. Und wenn für eine Seite kein spezielles Template angegeben wurde, dann wird einfach auf die das Standard-Template angewendet.

Interessant im Zusammenhang mit Templates ist vor allem die Tatsache, dass jetzt endlich auch Parameter verwendet werden können, was bislang ausschließlich den Modulen vorbehalten gewesen ist. Dank dieser neuen Funktion lassen sich nun im Backend Parameter einstellen, die sich dann zur Laufzeit auslesen und umsetzen lassen.

Und noch eine Neuerung im Template-Zusammenhang, die vor allem die Experimentierfreudigen und die Abwechslung liebenden Joomla!-Anwender interessieren wird: Ohne großen Aufwand lassen sich für die Webseite unterschiedliche Templates definieren. So ist es beispielsweise im Extremfall möglich, dass jede einzelne Seite ein eigenes Template besitzt. Und wenn für eine Seite kein spezielles Template angegeben wurde, dann wird einfach auf die das Standard-Template angewendet.

Templates festlegen

Interessant im Zusammenhang mit Templates ist vor allem die Tatsache, dass jetzt endlich auch Parameter verwendet werden können, was bislang ausschließlich den Modulen vorbehalten gewesen ist. Dank dieser neuen Funktion lassen sich nun im Backend Parameter einstellen, die sich dann zur Laufzeit auslesen und umsetzen lassen.

Fazit

Joomla! 1.5 ist ein durchweg gelungenes CMS. Allerdings ganz ohne Kritik geht es nicht. So werden viele – natürlich vor allem die, die Joomla! in großen Umgebungen einsetzen, in denen viele Redakteure arbeiten – das immer noch spärliche Rechtesystem bemängeln. Und dabei war doch gerade das einer der zentralen Punkte in der Road Map zu Joomla! 1.5. Hier müssen die Core-Entwickler also in jedem Fall noch nachlegen. Allerdings gilt auch und gerade für Joomla!, dass man dieses System eben nicht nur nach den fehlenden Funktionen beurteilen sollte. Und in der Tat lässt die 1.5er-Version kaum Wünsche offen. Die wichtigsten Neuerungen haben Sie in diesem Workshop kennengelernt.

Die Download-Seite

Abschließend muss natürlich noch die alles entscheidende Frage geklärt werden, ob ein Umstieg auf Joomla! 1.5 ratsam ist. Klare Antwort: Ja, unbedingt!

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