Eine Webseite mit Joomla aufbauen – Teil 2

Im ersten Teil dieser Tutorial-Serie, in der Sie Schritt für Schritt den Aufbau einer Joomla!-basierten Webseite Live und in Farbe miterleben, wurden die für die Seite benötigten Bereiche angelegt. Damit ist der Grundstein gelegt, weitere Schritte müssen aber folgen. Denn Bereiche allein reichen in Joomla! für die Strukturierung von Webseiten nicht aus. Vielmehr muss man die Bereiche kategorisieren. Und genau darum geht es in diesem Tutorial.

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Getreu dem Motto Was bisher geschah, noch einmal ein kurzer Blick darauf, was im letzten Tutorial passiert ist. Dort wurden vier Bereiche angelegt:

  • Drupal
  • Joomla!
  • TYPO3
  • Andere Systeme

Nun geht es darum, diese Bereiche mit Inhalten zu füllen. Dazu muss man sich zunächst einmal überlegen, welche Kategorien den einzelnen Bereichen zugeordnet werden sollen. Hier sind natürlich unterschiedliche Herangehensweisen denkbar. Im einfachsten Fall würde man für alle vier Bereiche die gleichen Kategorien verwenden. Das könnte auf einigen Webseiten der richtige Weg sein, im hier beschriebenen CMS-Fall ist er es allerdings nicht. Denn für die einzelnen Themen sind jeweils andere Dinge interessant. (Auch wenn es natürlich die ein oder andere Überschneidung gibt.) 
Los geht es mit den Kategorien für den Bereich Drupal.

  • Installation
  • Themes
  • Tipps & Tricks

Ganz ähnlich sieht das Ganze für Joomla! aus.

  • Installation
  • Templates
  • Tipps & Tricks

Der kleine aber feine Unterschied ist hier, dass bei Drupal für das Design Themes verwendet werden, während man bei Joomla! auf Templates setzt. (Den Unterschied und die Gemeinsamkeiten zwischen Themes und Templates zu erklären, spare ich mir an dieser Stelle.)

Jetzt gelten die Überlegungen dem Bereich TYPO3. Dieses Content Management System unterscheidet sich deutlich von den beiden anderen. Hier könnte die Kategorisierung folgendermaßen aussehen:

  • Installation
  • TypoScript
  • Backend-Entwicklung

Und zu guter Letzt gibt es noch den Bereich Andere Systeme, der ebenfalls mit Inhalten gefüllt werden will. Dort sind der Phantasie eigentlich keine Grenzen gesetzt.

  • Anforderungen
  • Marktübersicht
  • Vergleich

Egal wie Ihre Kategorien letztendlich aussehen, eines sollten Sie unbedingt beachten: Lassen Sie sich Zeit bei der Planung. Denn bei einer guten Kategorien-Wahl lassen sich später problemlos zusätzliche Kategorien einfügen. Wer hingegen etwas lax an die Sache herangeht, der wird über kurz oder lang vor dem Problem stehen, dass die Kategorien nicht mitwachsen können. In diesem Fall muss dann später die gesamte Seitenstruktur umgebaut werden, was es natürlich zu verhindern gilt.

Damit sind die Kategorien der einzelnen Bereiche geklärt. Nun geht es darum, diese anzulegen. Rufen Sie dazu Inhalt/Kategorien auf und klicken Sie in der Werkzeugleiste auf Neu.

In das Titel-Feld wird der Name der Kategorie, also beispielsweise Installation, eingetragen. Besonders wichtig ist in diesem Dialogfenster das Feld Bereich.

Dort muss der Bereich ausgewählt werden, in dem die Kategorie eingeordnet werden soll. Im Fall der drei Drupal-Kategorien stellen Sie dort jeweils Drupal ein. Wiederholen Sie diese Schritte anschließend für alle anderen Kategorien.


Die Sortierreihenfolge ändern

Sie können jederzeit die Reihenfolge der Kategorien verändern. Rufen Sie dazu Inhalt/Kategorien auf. Interessant sind die Pfeiltasten, die innerhalb des Sortierung-Felds angezeigt werden.

Ein Blick auf das Kategorien-Übersichtsfenster macht aber noch einen Aspekt deutlich: Es sind – zumindest, wenn Sie die Beispieldatensätze mit installiert haben – Kategorien vorhanden, die Sie wahrscheinlich nicht brauchen werden.

Für den Umgang mit denen gibt es zwei verschiedene Herangehensweisen:

  • Sie können die Kategorien löschen.
  • Sie können die Kategorien deaktivieren.

Das Löschen hat den Vorteil, dass Sie die Übersichtlichkeit erhöhen. Schließlich sind dann nur noch solche Kategorien vorhanden, die Sie auch tatsächlich brauchen. Kategorien sollte man allerdings nur dann löschen, wenn man sich absolut sicher ist, dass man sie nicht mehr braucht. Um eine Kategorie zu entfernen, rufen Sie Inhalt/Kategorien auf. Dort markieren Sie das Kontrollkästchen vor der betreffenden Kategorie und klicken in der Werkzeugleiste auf Löschen. Beachten Sie, dass ausschließlich leere Kategorien gelöscht werden können. Es müssen also zunächst alle der Kategorie zugeordneten Beiträge entfernt werden, bevor man die Kategorie löschen kann. Ansonsten meldet sich Joomla! mit einer entsprechenden Fehlermeldung.

In vielen Fällen ist es aber besser, die Kategorie zunächst zu deaktivieren. Wenn Sie dann nach einiger Zeit merken, dass Sie diese tatsächlich nicht mehr brauchen, können Sie sie immer noch löschen.


Beiträge anlegen

Nachdem alle Bereiche und Kategorien angelegt sind, kann man jetzt erst einmal sagen, dass das Grundgerüst der Seite steht. Zufrieden kann man damit allerdings noch nicht sein, denn es fehlt ja noch das wichtigste…die Inhalte. Es geht nun also darum, die eigentlichen Tutorials bzw. CMS-Beiträge zu schreiben.

Dreh- und Angelpunkt für die in Joomla! vorhandenen Inhalte ist Inhalt/Beiträge.

Dort sind alle bislang vorhandenen Beiträge aufgeführt. Hier gilt übrigens das gleiche wie bei den Kategorien. Nicht benötigte Beiträge lassen sich deaktivieren und löschen. Und genauso wie bei den Kategorien gilt auch hier, dass man nur löschen sollte, wenn man sich absolut sicher ist, dass man den betreffenden Beitrag nicht mehr benötigt.
Um einen neuen Beitrag anzulegen, rufen Sie in der Werkzeugleiste Neu auf.

Dort können zunächst einmal Titel und Inhalt des Beitrags angelegt werden. Auch der Parameter-Bereich hält interessante Optionen wie beispielsweise Veröffentlichung starten bereit. Darum soll es an dieser Stelle aber nicht gehen. Hier steht vielmehr der obere Fensterbereich im Vordergrund.

Hier sind nämlich die beiden wichtigen Auswahlfelder Bereich und Kategorie zu finden. Stellen Sie zunächst den richtigen Bereich ein. Im Fall des ersten Drupal-Artikels ist das also Drupal. Da sich der erste Artikel mit der Drupal-Installation beschäftigt, wird anschließend aus dem Kategorien-Feld die Kategorie Installation ausgewählt. Mit Speichern oder Anwenden wird der Artikel letztendlich angelegt. Joomla! leitet Sie nach dem Speichern automatisch auf die Übersichtsseite der Beiträge um. Dort lassen sich dann wie üblich die Reihenfolge bestimmen, Beiträge freigeben und löschen sowie Archivieren und aus dem Archiv entfernen.

Ein (zweites) Fazit

Sie können nach und nach die Inhalte der Webseite anlegen. Damit kommen Sie dem Weg hin zur Joomla!-basierten Seite schon ein ganzes Stück näher. Was allerdings noch fehlt, ist eine vernünftige Navigationsstruktur. Denn bislang werden die Beiträge zwar angelegt, der Besucher kann aber noch nicht auf sie zugreifen. Damit sie auch tatsächlich im Frontend nutzbar sind, muss das Menü bzw. müssen die Menüstrukturen aufgebaut werden. Auch dabei gilt wieder, dass das von vielen Joomla!-Anwendern (und übrigens nicht nur Neueinsteigern) falsch angegangen wird. Einmal mehr gilt nämlich nicht der schnelle Erfolg, sondern die Nachhaltigkeit. Mehr zur Planung und zum Aufbau von Menüstrukturen in Joomla!, dann im nächsten Tutorial.

 

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