Module und Plugins in Joomla! 1.5

Wer das erste Mal mit der Joomla!-Welt in Berührung kommt, lernt viel Neues bzw. vieles neu kennen. Und damit ist zunächst einmal nicht die Arbeit an und mit einem Content Management System gemeint. Denn gerade die zahlreichen neuen Begrifflichkeiten machen vielen Joomla!-Einsteigern zu schaffen. In diesem Joomla!-Tutorial geht es daher zunächst einmal darum, das Sprachwirrwar aus Modulen, Plugins, Mambots und Komponenten zu entschlüsseln. Nachdem diese Grundsatzfragen geklärt sind, geht es darum, wie Sie Module/Plugins positionieren und sie nur bestimmten Personengruppen zugänglich machen können.

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Im Joomla!-Universum gibt es Begriffe, die man einfach kennen muss. Denn ohne dieses Wissen wird die Arbeit an und mit Joomla! deutlich komplizierter. Deswegen zunächst ein paar kurze, knackige Begriffsdefinitionen:

  • Komponenten – Das sind die komplexesten Joomla!-Anwendungen. In aller Regel besitzen Komponenten im Backend innerhalb des gleichnamigen Menüs einen eigenen Eintrag. Typische Vertreter dieser Gattung sind Foren, Gästebücher usw.
  • Module – Dabei handelt es sich normalerweise um einen Bereich im Frontend, in dem Daten angezeigt werden, die oftmals von einer Komponente stammen. Die Ausgabe der Module kann an vordefinierten Stellen innerhalb des Templates erfolgen. (Stichwort Modulpositionen)
  • Plugins – Mittels eines Plugins lässt sich die Funktionalität des Joomla!-Frameworks verändern oder erweitern.
  • Mambots – Dieser Begriff ist (zumindest für die Joommla!-Welt) veraltet. Er stammt noch aus den Mambo-Zeiten und wurde mittlerweile in Joomla! durch den Plugin-Begriff ersetzt.

Sie sehen also, dass die Begriffe sich gar nicht so schwierig auseinanderhalten lassen. Damit ist die Voraussetzung erfüllt, um mit Komponenten, Modulen und Plugins effektiv arbeiten zu können.

Module aktivieren und deaktivieren
Wenn Sie einen Blick in das Standard-Joomla!-Frontend werfen, dürfte sich Ihnen in etwa folgendes Bild bieten:


 
Im rechten Fensterbereich sehen Sie unter, wie viele Leute sich momentan auf der Seite tummeln. Verantwortlich für diese Anzeige ist das Modul Wer ist online. Dieses Modul (und andere natürlich auch) können Sie deaktivieren oder deinstallieren. Wobei ich an dieser Stelle gleich die allgemeine Empfehlung abgebe, dass eine Deinstallation normalerweise immer die schlechtere Wahl ist. Denn wenn Sie das Modul dann später doch wieder nutzen wollen, müssen Sie es zunächst erneut installieren. Diesen Mehraufwand können Sie sich durch das Deaktivieren sparen. Denn dann wird das Modul zwar ebenfalls nicht mehr im Frontend angezeigt, es lässt sich aber im Handumdrehen wieder zuschalten.

Um ein Modul oder Plugin zu deaktivieren, rufen Sie über das Erweiterungen-Menü Module bzw. Plugins auf.

In der Liste suchen Sie jetzt nach dem betreffenden Eintrag. Ob ein Modul/Plugin angezeigt wird oder nicht, erkennen Sie am Symbol innerhalb der Aktiviert-Spalte.

Symbol Beschreibung

Das Modul/Plugin ist deaktiviert und erscheint somit nicht mehr im Frontend.

Das Modul/Plugin ist aktiviert und wird im Frontend angezeigt.

Wollen Sie nun ein Modul/Plugin deaktivieren, klicken Sie in der Aktiviert-Spalte auf das Grüne-Pfeil-Symbol. Dieses Icon verwandelt sich daraufhin in ein Rotes-Kreuz-Symbol, was eine erfolgreiche Deaktivierung signalisiert. Ein erneuter Aufruf  des Frontends liefert das gewünschte Ergebnis.


 
Das Modul Wer ist online wurde ausgeblendet. Hat man es sich doch anders überlegt und möchte es erneut anzeigen lassen, klickt man einfach auf das Rote-Kreuz-Symbol. Dieses wandelt sich daraufhin in das Grüne-Pfeil-Symbol und das Modul/Plugin erscheint wieder im Frontend.

Die Modulreihenfolge festlegen
Bei einem Blick in die Modul- oder Plugin-Übersicht fällt die Reihenfolge-Spalte auf. Erfahrungsgemäß haben Joomla!-Einsteiger mit der so ihre Probleme. Denn natürlich stellt man sich die Frage, welchen Sinn diese Spalte eigentlich erfüllt.


 
Eigentlich ist es ganz einfach: Sie können hierüber die Reihenfolge bestimmen, in der die Module im Frontend angezeigt werden. Entscheidend dabei sind die kleinen, grünen Pfeile. Denn über die lässt sich die Modulreihenfolge beeinflussen. Wie das funktioniert, kann man am besten anhand eines Beispiels zeigen. Dabei wird noch einmal auf das nun schon bekannte Modul Wer ist online zurückgegriffen. Anhand der folgenden Abbildung sehen Sie, dass dieses Modul unterhalb des Suchfeldes, also des Suche-Moduls erscheint.

Dass das so ist, steht in der Reihenfolge-Spalte. Um nun zu erreichen, dass Wer ist online unterhalb von Suche steht, klicken Sie innerhalb der Spalte Reihenfolge auf den grünen Abwärtspfeil bei Suche. Der Wert von Suche ändert sich daraufhin von 2 auf 3. Das bedeutet, dass das Modul von der zweiten an die dritte Stelle innerhalb der Position right wandert.
 

Ein erneuter Aufruf des Frontend liefert dann folgendes Ergebnis:

 


Auf diese Weise können Sie die Module innerhalb der ihnen angestammten Position beliebig verschieben. Welche Positionen es gibt (left, right, foot usw.), dazu dann in einem späteren Tutorial mehr.


Das Zugriffslevel bestimmen
Sie können explizit festlegen, welche Besucher welche Module/Plugins zu Gesicht bekommen. So können Sie zum Beispiel bestimmen, dass ausschließlich registrierte User an einer Umfrage teilnehmen dürfen. Ebenso können Sie registrierten Benutzern aber auch spezielle Menüs zur Verfügung stellen, auf die normale, nicht-registrierte Gäste nicht zugreifen können. Hier kommen die verschiedenen Zugriffslevel zum Einsatz, die Joomla! zu bieten hat. Beachten Sie, dass dieses Thema unweigerlich mit der Joomla!-Benutzerverwaltung verbunden ist. Auch dazu dann später mehr.

An dieser Stelle geht es um ein ganz konkretes Beispiel: Besuchern der Webseite soll das Abstimmungen-Modul nur angezeigt werden, wenn Sie sich vorher über das Login-Formular an der Webseite angemeldet haben.


Um die Zugriffsrechte für das Modul festzulegen,  rufen Sie Erweiterungen/Module auf und suchen dort nach dem Modul Umfragen. Interessant ist jetzt die Spalte Zugriffsebene. Durch Anklicken des darin stehenden unterstrichenen Ausdrucks, kann zwischen den verschiedenen Zugriffsebenen hin und hergewechselt werden. Insgesamt stehen die folgenden Level zur Verfügung:

  • Öffentlich – Das Modul ist für alle Besucher der Webseite sichtbar.
  • Registriert – Ausschließlich registrierte Benutzer bekommen das Modul zu Gesicht.
  • Spezial – Alle registrierten Benutzer, die mindestens der Benutzergruppe Autor zugeordnet sind, können das Modul sehen.

Im aktuellen Beispiel würden Sie also Registriert einstellen. Ruft nun ein registrierter und angemeldeter Besucher diese Seite auf, bekommt er das Umfrage-Modul angezeigt. Besucher, die weder registriert noch eingeloggt sind, sehen das Modul nicht. Auf diese Weise können Sie für registrierte Benutzer eine Webseite bereitstellen, die viel mehr Funktionalität zu bieten hat, als die Seite, die "normale" Besucher sehen. Dadurch gelingt es dann erfahrungsgemäß, dass sich mehr Besucher auf der Webseite registrieren.

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