Benutzerverwaltung – Teil 4: Geschützte Bereiche

Tutorials 10. September 2012 – 1 Kommentar

In drei Tutorials wurde bereits die Benutzverwaltung von Joomla! behandelt. Im vierten und (vorerst) letzten Teil wird zunächst eine typische Benutzeraufteilung gezeigt. Denn erfahrungsgemäß tun sich viele Joomla!-Anwender schwer damit, eine gute Benutzeraufteilung festzulegen. Und dann geht es so richtig in die Praxis. Sie erfahren, wie Sie für Ihre Webseite einen geschützten Bereich einrichten, auf den ausschließlich registrierte Benutzer zugreifen können.

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Es wurde bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass die Benutzerverwaltung in Joomla! sehr eingeschränkt ist. Das bedeutet aber nicht, dass sich gerade Neueinsteiger damit leicht zurechtfinden. Oft stellt sich bei denen nämlich die Frage, in welche Gruppen man die einzelnen Benutzer einordnen soll.  Und nicht selten kommt es dann vor, dass es in einer Joomla!-Installation fünf Super-Administratoren und zehn Manager gibt. Um Ihnen zu zeigen, wie eine sinnvolle Benutzeraufteilung aussehen kann, folgt hier ein Beispiel.

  • Super-Administrator – Normalerweise sollte es pro Joomla!-System nur einen Super-Administrator geben. Das gilt auch dann, wenn mehrere Personen am gleichen System arbeiten, die alle Berechtigungen haben sollen. In diesem Fall teilt man sich einfach die Login-Daten des einen Super-Administrators.
  • Publisher – Wenn Inhalte über das Frontend angelegt und bearbeitet werden sollen, dann weist man den betreffenden Redakteuren die Gruppe Publisher zu. Somit können diese dann nicht nur die Inhalte anlegen, sondern sie auch gleich noch freischalten. In das Backend können sich Publisher nicht einloggen. Wie viele Publisher es letztendlich gibt, spielt keine Rolle.
  • Manager – Will man kein Frontend Editing betreiben, weist man den Redakteuren die Gruppe Manager zu. So können sich diese ins Backend einloggen und dort Artikel anlegen.
  • Registriert – Diese Gruppe wird normalen Benutzern zugewiesen, die sich über das Frontend registrieren.

Das ist zwar nur ein Beispiel, wie man die Benutzer aufteilen kann, vielleicht bietet es Ihnen aber den passenden Einstieg in die Thematik.

Geschützte Bereiche einrichten
Das Theoretische über die Benutzerverwaltung von Joomla! haben Sie kennengelernt. Jetzt geht es an die Praxis. Folgendes soll erreicht werden:

  • Auf der Webseite wird ein Login-Formular bereitgestellt.
  • Nach dem Einloggen wird der Benutzer auf eine Seite umgeleitet, die er ohne Einloggen nicht gesehen hätte.

Will man so etwas auf herkömmlichen Weg umsetzen, muss man sich mit Datenbanken, PHP u.ä. befassen. Ganz anders sieht das bei Joomla! aus. Hier richtet man einen solchen Zugriffschutz binnen weniger Minuten ein.
Zunächst einmal muss das Modul aktiviert und platziert werden, über das sich Besucher überhaupt im Frontend einloggen können. Rufen Sie dazu Erweiterungen/Module auf. Das betreffende Modul heißt Anmeldung.

Aktivieren Sie dieses Modul und lassen Sie es an der gewünschten Modulposition anzeigen. Ein Blick ins Frontend zeigt, dass das Modul nun wie gewünscht vorhanden ist.

Mit der Anzeige allein ist es aber noch nicht getan. Denn jetzt muss man festlegen, was nach der Anmeldung passieren soll. Klicken Sie dazu auf den Modulnamen Anmeldung.

In dem sich öffnenden Dialogfenster stehen zahlreiche Optionen zur Verfügung, die eine genauere Betrachtung verdienen.

  • Titel – Hierüber wird der Modultitel angegeben. Wenn die Option Titel anzeigen aktiviert wird, ist dieser Titel oberhalb des Moduls im Frontend zu sehen.
  • Position – Damit wird die Position bestimmt, an der das Modul angezeigt werden soll.
  • Reihenfolge – Über diesen Bereich wird die Modulreihenfolge festgelegt. In der Auswahlliste sind alle verfügbaren Module aufgeführt. Wird eines der Module gewählt, ordnet sich das gerade bearbeitete davor ein.
  • Zugriffsebene – Was es mit dieser Zugriffsebene auf sich hat, wurde im dritten Teil dieser Tutorialserie gezeigt. Für das Anmelden-Modul wird normalerweise Öffentlich gewählt.
  • ID – Dabei handelt es sich um die eindeutige Identifizierungsnummer des Moduls.

Dann gibt es da noch den Bereich Menüzuweisung.

Hierüber legt man fest, auf welchen Seiten das Modul angezeigt werden soll. Das Anmelden-Modul muss man normalerweise nicht auf allen Seiten einblenden. Stattdessen reicht es, wenn es auf der Startseite und der Zugangsseite für den geschützten Bereich zu sehen ist. Die Seiten, auf denen das Modul erscheinen soll, werden in der Liste markiert (mehrere Einträge markiert man mit [Strg]).
Neben den gezeigten allgemeinen Einstellungen gibt es auch noch solche, die speziell für das jeweilige Modul da sind. Zu finden sind diese im Parameter-Bereich.

Auch hier wieder ein Blick auf die wichtigsten Optionen.

  • Pre-text (Kopfzeile) – Das ist der Text, der vor dem Formular, aber nach der Modulüberschrift angezeigt wird.
  • Post-text (Fußzeile) – Dieser Text wird unterhalb des Login-Formulars angezeigt.
  • Login Redirection-Page (Anmeldeweiterleitungsseite) – Wählen Sie die Seite aus, auf die der Besucher nach erfolgreicher Anmeldung weitergeleitet werden soll.
  • Logout Redirection-Page (Abmeldeweiterleitungsseite) – Hier wird die Seite angegeben, auf die der Besucher weitergeleitet wird, wenn er sich ausloggt.
  • Greeting (Begrüßung) – Wird dieser Wert auf Ja gestellt, bekommt der Besucher nach dem Login eine Begrüßung angezeigt.
  • Name/Username – Wenn man die Option Greetings aktiviert, dann kann man die Besucher mit ihrem Benutzernamen oder ihrem Namen begrüßen.
  • Encrypt Login Form – Durch diese Option erfolgt eine SSL-Verschlüsselung der Daten. Aktivieren Sie das nur, wenn Sie tatsächlich SSL nutzen.

Damit sind die Einstellungen auf Modulseite abgeschlossen. Fertig ist man aber noch nicht. Denn jetzt muss noch die globale Konfiguration angepasst werden. Rufen Sie dazu Site/Konfiguration auf und wechseln Sie in das Register System. Interessant ist dort der Bereich Benutzer.

Nur wenn hier die richtigen Einstellungen vorgenommen werden, wird es was mit der Benutzeranmeldung.

  • Registrierung erlauben – Wird dieser Wert auf Ja gesetzt, können sich Nutzer online über ein Formular selbstständig registrieren. Alle Benutzer, die das tun, werden automatisch in die Gruppe Registriert aufgenommen. Wenn Sie diesen Wert auf Nein stellen, können nur Administratoren und Super-Administratoren neue Benutzer anlegen.
  • Benutzergruppe neuer registrierter Benutzer – Hier stellt man die Gruppe ein, in die die Benutzer nach ihrer Registrierung aufgenommen werden. Normalerweise stellt man Registriert ein.

Übernommen werden die Einstellungen mit Speichern. Das Modul wird jetzt wie gewünscht im Frontend angezeigt und kann genutzt werden. Je nach Konfiguration des Anmelden-Moduls werden die Benutzer nach dem Login mit ihrem Namen begrüßt.

Und auch die Umleitung auf die neue Seite klappt problemlos.
Auf die gezeigte Weise können Sie geschützte Seitenbereiche aufbauen, auf die nur registrierte Benutzer zugreifen dürfen. Wichtig ist, dass Sie die Beiträge und Menü(einträge), die ausschließlich registrierten Benutzern zugänglich sein sollen, auf Registriert setzen.

Dafür steht jeweils die Zugriff-Spalte zur Verfügung. So können Sie einzelne Module, Beiträge, Menüeinträge und gleich ganze Menüs vor den Blicken nichtregistrierter Benutzer verstecken.

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Eine Antwort zu “Benutzerverwaltung – Teil 4: Geschützte Bereiche”

  1. Franz sagt:

    Hallo,

    ist ja schön erklärt, aber doch sehr an der Oberfläche.

    Was ist, wenn man z.B. ein Loginmodul für 4 verschiedene Gruppen hat, die jeweils auf 4 verschiedenen Bereiche umgeleitet werden sollen? Geht das überhaupt und wenn ja, wird sowas auch im Video-Trainig beschrieben?

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