Fotogalerien mit Joomla – Marktübersicht Teil 1

Fotogalerien mit Joomla – Teil 1: Marktübersicht

Dass Digitalkameras und damit einhergehend auch digitale Fotografien die Welt längst erobert haben, ist bekannt. Und wer immer schön fleißig neue Bilder schießt, möchte diese vielleicht einer breiteren Öffentlichkeit präsentieren.  Das geht – Sie ahnen es sicherlich schon – sehr komfortabel mit Joomla. In diesem und in den nächsten Tutorials wird gezeigt, wie Sie Ihre ganz persönliche Fotogalerie mithilfe von Joomla aufbauen können. Denn für Joomla gibt es zahlreiche Erweiterungen, mit denen sich Bildergalerien umsetzen lassen. Dabei gilt es sich zunächst einmal einen Überblick darüber zu verschaffen, welche Möglichkeiten es für den Aufbau von Galerien eigentlich gibt. 

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Es geht also um Fotogalerien. Für Joomla gibt es für diesen Zweck sehr viele Erweiterungen. Deutlich wird das vor allem, wenn man einen Blick auf die Extension-Seite von joomla.org wirft.

Sie sehen schon, dass die Auswahl enorm ist. (Und dabei sind hier längst nicht alle verfügbaren Extensions aufgeführt.) Stellt sich zunächst also die Frage, welche Erweiterung man eigentlich einsetzen soll. Der oft zu findende Hinweis, dass sich das nur von Fall zu Fall entscheiden lässt, mag zwar stimmen, hilfreich ist er allerdings nicht. Daher wird in diesem und den nächsten Tutorials zunächst einmal ein Blick auf die gängigsten Erweiterungen geworfen.

Am Anfang muss man sich entscheiden, ob man eine spezielle Joomla-Erweiterung oder eine sogenannte Bridge einsetzen will. Bevor wichtige Joomla-Erweiterungen vorgestellt werden, werfen wir einen Blick darauf, was es eigentlich mit einer solchen Bridge auf sich hat. Schon lange arbeiten Programmierer am Erstellen von Tools für die Verwaltung von Bildergalerien. Diese Anwendungen sind oftmals so komplex, dass sie den Umfang von Joomla um ein Vielfaches überschreiten. Kein Wunder also, dass eine direkte Integration in Joomla viel zu aufwendig und zudem auch technisch wenig sinnvoll wäre. Und genau hier kommen die Bridges ins Spiel. Diese schlagen eine Brücke zwischen der eigenständigen Bildergalerie und Joomla. Die Funktionsweise einer solchen Bridge ist dabei übrigens immer die gleiche. Die Brücke "zwängt" sich zwischen CMS und die eigentliche Anwendung. Dabei kommt es zu einem Wechselspiel zwischen Anwendung und CMS. Während die Anwendung für die Verwaltung der (im Galerie-Fall) Bilder verantwortlich ist, sorgt das CMS für die Ausgabe. Die Brigde muss dafür sorgen, dass die Ausgabe der Galerie-Anwendung entsprechend CMS-kompatibel umgewandelt wird. Das Problem dabei: Durch den Einsatz einer Brigde kommt es zu einem erhöhten Speicherbedarf und die gesamte Webseite bekommt zahlreiche mögliche Fehlerquellen.
Wenn Sie den Einsatz einer solchen Bridge dennoch testen wollen, können Sie das beispielsweise mit coppermine tun.

 Ausführliche Informationen über die Bridge zu dieser Galerie finden Sie unter http://www.mehdiplugins.com/misc. Zudem wird es ein Tutorial geben, das sich ausschließlich mit dieser Bridge befasst.
Nachdem ein erster Blick auf die Möglichkeiten geworfen wurde, die Bridges bieten (können), geht es nun ans Kennenlernen einiger "echter" Joomla-Erweiterungen. Diese haben den Vorteil, dass man sie direkt in Joomla integrieren kann. Eine Bridge wird somit nicht benötigt. Und das bedeutet wiederum, dass sich die Fehleranfälligkeit nicht erhöht .

Phoca Gallery
Eine der bekanntesten Erweiterungen dürfte sicherlich die Phoca Gallery sein. Ihr größter Vorteil ist es gewesen, dass diese Extension als erste nativ für Joomla 1.5 verfügbar gewesen ist.

Phoca Callery bietet viele Funktionen, ist aber dennoch eine der einfacheren Galerie-Anwendungen für Joomla. Die wichtigsten Features sind:

  • Thumbnails werden automatisch erstellt.
  • Bilder lassen sich drehen.
  • Insgesamt gibt es fünf verschiedene Möglichkeiten zur Anzeige von Bildern.
  • Die Bilder werden mit einem Wasserzeichen ausgestattet.
  • Für Kategorien existiert ein Zugriffsmanagement, bei dem aus den Gruppen Public, Registered und Special gewählt werden kann.
  • Ebenfalls für Kategorien existiert ein Rechte-Management. So kann man beispielsweise einzelnen Benutzern das Hochladen von Bildern ermöglichen.
  • Bilder lassen sich mittels FTP hochladen und anschließend in Kategorien einordnen.

Das ist nur eine Auswahl der Möglichkeiten, die Phoca Gallery zu bieten hat. Darüberhinaus sind aber auch noch Dinge wie Slideshows, Geotagging mittels Google Maps, eine Kommentarfunktion und eine ausführliche Statistik integriert. Das alles macht die Phoca Gallery zu einer gelungenen Joomla-Erweiterung. Wenn Sie die genannten Punkte neugierig gemacht haben, dann können Sie diese und andere Funktionen direkt online unter http://www.phoca.cz/demo/ ausprobieren.

Wie so oft im Leben gilt aber auch hier: Wo Licht ist, da ist auch Schatten. Und in der Tat hat die Phoca Gallery einige Nachteile. Die relevantesten negativen Aspekte sind:

  • Der Pfad für die Grafiken ist fest vorgegeben.
  • Wenn man Thumbnails neu generieren will, kann man das nur für einzelne Bilder tun.
  • Es ist lediglich eine User-Kategorie verfügbar.
  • Die Galerie ist in Kategorien organisiert. Kommentare und Geotagging für einzelne Bilder sind deswegen nicht möglich.

Die genannten Vor- und Nachteile machen deutlich, dass die Phoca Gallery zwar gut, aber natürlich nicht perfekt ist. Interessant ist diese Erweiterung für alle diejenigen, die ihre Bilder in Kategorien anzeigen wollen. Wer hingegen Wert darauf legt, dass Kommentare auch für einzelne Bilder abgegeben werden können, der sollte sich nach einer Alternative umsehen. (Welche das sein können, wird natürlich noch gezeigt.)
Die Phoca Galerie lässt sich durch den Einsatz verschiedener Module erweitern. Wer beispielsweise einen Kategorienbaum haben will, der setzt auf das Modul Phoca Gallery Tree Module.

Interessant könnte es aber für viele auch sein, dass sie ihre Seiten über Google Adsense finanzieren bzw. teilfinanzieren. Dafür gibt es ebenfalls ein entsprechendes Modul. Das nennt sich Phoca – Google AdSense Easy und kann von der Seite http://www.phoca.cz/demo/phoca-google-adsense-demo heruntergeladen werden.

Dieses Modul lässt sich ganz einfach über das Joomla-Backend integrieren. Nachdem man seinen AdSense-Code eingegeben hat, werden die entsprechenden Anzeigen auf der Webseite angezeigt. Es ist sogar eine Möglichkeit zur Sperrung bestimmter IP-Adressen vorhanden.

Zum Ende dieses Tutorials noch ein Hinweis dazu, was für technische Voraussetzungen für den Aufbau einer Phoca Gallery erfüllt sein müssen. Die PHP-Version 4.4.1 oder höher ist bei den meisten Providern längst im Einsatz. Hier gibt es also keine Probleme. Überprüfen sollten Sie aber in jedem Fall, ob die GDlib installiert ist. Am einfachsten geht das über die PHP-Funktion phpinfo().

Anhand dieser Übersicht können Sie überprüfen, ob die GDlib vorhanden ist. Bei der GDlib handelt es sich um ein Open-Source-Projekt, mit dem sich Grafiken dynamisch erzeugen und generieren lassen. Und eben das ist für den Einsatz der Phoca Gallery (und anderer Galerien) Grundvoraussetzung.

Fazit
Einen ersten Eindruck davon, welche verschiedenen Möglichkeiten es für den Aufbau von Galerien gibt, konnten Sie sich in diesem Tutorial verschaffen. In den nächsten Tutorials werden weitere Galerien betrachtet. Und dann geht es natürlich auch noch darum, wie Sie zur Ihrer ganz persönlichen Galerie kommen.

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