Die JoomGallery in Aktion: Teil 3

Einsetzbar ist die JoomGallery recht schnell. Das wurde auch anhand der beiden vorherigen Tutorials deutlich. Ob man die Galerie aber tatsächlich ohne weitere Anpassungen einer breiten Öffentlichkeit präsentieren sollte, ist eine andere Frage. Denn die JoomGallery ist von Hause aus mit sehr vielen Optionen ausgestattet. Passt man aufgrund des enormen Funktionsumfangs nicht auf, kann man seine Benutzer kurzfristig überfordern und somit möglicherwiese langfristig von seiner Seite vergraulen. Damit man die Galerie möglichst einfach präsentieren kann, muss man entsprechende Optionen anpassen. Das setzt aber voraus, dass man als Administrator die wichtigsten Funktionen der JoomGallery kennt. Genau darum geht es in diesem und den nächsten Tutorials. Es wird gezeigt, an welchen Stellen man Anpassungen vornehmen kann und sollte.

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Bereits in den vorherigen beiden Tutorials wurden einige grundlegende Funktionen der JoomGallery vorgestellt. Jetzt werden die angebotenen Optionen noch einmal detaillierter unter die Lupe genommen. So können Sie später immer wieder auf dieses und die nächsten Tutorials als eine Art Optionsreferenz zurückgreifen.

Dreh- und Angelpunkt für die Konfiguration der Galerie ist das JoomGallery Admin-Menü, das Sie über Komponenten/JoomGallery aufrufen können.

Darüber sind alle Funktionen, die die JoomGallery zu bieten hat, zu erreichen. Hauptaugenmerk wird in diesem Tutorial auf den Konfigurations-Manager gelegt, den Sie über den gleichnamigen Punkt im JoomGallery Admin-Menü erreichen.

Alles, was mit der Konfiguration Ihrer Galerie zu tun hat, ist hier übersichtlich aufgelistet. Sämtliche Einstellungen, die auf dieser Seite vorgenommen werden, speichert JoomGallery in der Datei administrator/components/com_joomgallery/joomgallery.config.php. Daher ist es unabdingbar, dass diese Datei beschreibbar ist. Einen entsprechenden Hinweis finden Sie im oberen Seitenbereich des JoomGallery Admin-Menü.

Wenn dort nicht Die Konfigurationsdatei ist beschreibbar steht, müssen Sie die Dateirechte entsprechend anpassen. Das kann man normalerweise mit jedem FTP-Tool oder einem einigermaßen vernünftigen Datei-Manager erledigen. Wer beispielsweise unter Windows den Total Commander einsetzt, der muss dort zunächst einmal die Datei markieren. Anschließend muss man nur noch Dateien/Dateiattribute ändern aufrufen.

Dort kann man 766 einstellen. Das ist die Voraussetzung, um überhaupt Änderungen an der JoomGallery-Konfiguration vornehmen zu können.

Grundlegende Einstellungen
In den grundlegenden Einstellungen geht es um die allgemeine Funktionsweise der Galerie. Sicherlich mit am wichtigsten ist dabei der Bereich Pfade und Verzeichnisse.

Interessant ist zunächst einmal die Frage, wohin die Bilder eigentlich nach dem Upload gespeichert werden sollen. Den entsprechenden Pfad geben Sie über das Feld Pfad zu den Original-Bildern an. Standardmäßig handelt es sich dabei um das Verzeichnis /components/com_joomgallery/img_originals. Bei Bedarf können Sie diesen Pfad anpassen, müssen dann aber darauf achten, dass das angegebene Verzeichnis auch tatsächlich existiert und die entsprechenden Schreibrechte zugewiesen bekommen hat.

Es ist in einem der vorherigen Tutorials bereits angeklungen, dass es verschiedene Arten des Uploads gibt. So bietet die JoomGallery beispielsweise auch die Möglichkeit, seine Bilder per FTP auf den Server zu laden. Die Komponente bindet diese Bilder dann automatisch ein. Damit das aber klappt, müssen die Bilder auch tatsächlich im richtigen Verzeichnis liegen. Wer glaubt, dass es sich dabei um /components/com_joomgallery/img_originals handelt, liegt allerdings falsch. Denn das korrekte Verzeichnis wird über das Feld FTP-Upload-Pfad bestimmt und ist standardmäßig auf /components/com_joomgallery/ftp_upload eingestellt.

Ganz allgemein ist darauf zu achten, dass die Verzeichnisse – und dabei spielt es keine Rolle, welches Verzeichnis Sie angeben – beschreibbar sind. Dass das so ist, erkennen Sie an der grünen Meldung [Das Verzeichnis ist beschreibbar] unterhalb der entsprechenden Eingabefelder.

Taucht dort eine rote Fehlermeldung auf, wird das im weiteren Verlauf Ihrer Galerie-Arbeit früher oder später zu Problemen führen. Setzen Sie in diesem Fall unbedingt die Datei- bzw. Verzeichnisrechte korrekt.

Wer seine Bilder vor unerlaubter Fremdbenutzung schützen möchte, kann dies ganz bequem über ein Wasserzeichen erledigen. Das Wasserzeichenbild sieht folgendermaßen aus:

Um diese Funktion nutzen zu können, müssen Sie zunächst einmal den Pfad zur eigentlichen Wasserzeichen-Grafik angeben. Wenn Sie nicht die Standarddatei verwenden wollen, muss es sich dabei um eine transparente PNG-Grafik handeln.

Zusätzlich muss man die Wasserzeichen-Funktion aktivieren. Dazu rufen Sie im Konfigurations-Manager den Punkt Detail-Ansicht auf. Im unteren Seitenbereich gibt es dort drei verschiedene Wasserzeichenfunktionen.

Über diese Optionen können Sie bestimmen, wann und wo die Wasserzeichen angezeigt werden sollen.

Sonderzeichen ersetzen

Die Dateinamen der Bilder, die auf den Server geladen werden, sind prinzipiell frei wählbar. Das ist zunächst einmal positiv, schließlich wird man so nicht in seiner Namenswahl eingeschränkt. Einen Haken hat die Sache allerdings: Damit die Bilder nämlich später tatsächlich korrekt angezeigt werden können, dürfen die Namen keine Sonderzeichen, Leerzeichen u.ä. enthalten. Man kann zwar die Benutzer darauf hinweisen, dass sie keine solchen Zeichen verwenden sollen, das wird allerdings nicht in jedem Fall fruchten. Genau hier kommt das Register Ersetzungen ins Spiel. Darüber lässt sich die Galerie so konfigurieren, dass Sonderzeichen automatisch ersetzt werden. (Verzichtet man auf diese Möglichkeiten, werden die Sonderzeichen ersatzlos gestrichen, was unter Umständen zu "unschönen" Dateinamen führt.) Um die Sonderzeichen zu ersetzen, setzen Sie den Wert bei Sonderzeichen verhindern auf Ja.

Über die beiden anderen Felder werden die zu ersetzenden Zeichen und die Zeichen, durch die ersetzt werden soll, bestimmt.

Beachten Sie, dass die Reihenfolge der angegebenen Zeichen im unteren und im oberen Feld übereinstimmen muss. Der 1. Wert des unteren Feldes ersetzt also den 1. Wert, der im oberen Feld steht.

Bildmanipulation
Weiter geht es mit dem sehr wichtigen Bereich Bildmanipulation. Denn hierüber wird letztendlich bestimmt, wie die Bilder verkleinert werden und wie groß sie maximal sein dürfen. Interessant ist zunächst einmal das Auswahlfeld Bildbearbeiter. Geben Sie dort an, welche Software für diese Aufgaben verwendet werden soll. Mittlerweile hat sich auf den meisten Servern die GD2 Library durchgesetzt.

Wenn Sie die Möglichkeit haben, ImageMagick anstelle der GD2 Library einzusetzen, dann sollten Sie das auch tun. Denn in der Tat ist dieser Bildmanipulierer deutlich leistungsfähiger. So bestehen bei der GD2 Library beispielsweise Einschränkungen bei der Verwendung des GIF-Formats.

Um ImageMagick nutzen zu können, müssen Sie den Pfad zu ImageMagick in das gleichnamige Eingabefeld eintragen. (JoomGallery versucht zwar, den Pfad automatisch zu ermitteln, das klappt allerdings nicht immer.) Die Installation von ImageMagick ist übrigens vergleichsweise einfach, sie zu beschreiben, würde aber an dieser Stelle zu weit führen. Wie immer gibt es dazu online an verschiedensten Stellen ausführliche Informationen. Eine gute Beschreibung finden Sie beispielsweise unter http://www.website4all.de/support/support-typo3/imagemagick.html. Dort wird das Ganze zwar in Zusammenhang mit TYPO3 gezeigt, es funktioniert so aber natürlich auch bei Joomla!
Die weiteren Optionen unter Bildmanipulation sind sehr gut beschrieben und müssen daher hier nicht noch einmal gesondert erklärt werden.

Im nächsten Tutorial geht es dann u.a. mit Fragen zum Backend-Upload weiter.

 

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