Joomla! 2.5 (Teil 05): Das erste Mal im Backend

Nach erfolgreicher Installation geht es nun das erste Mal in den Administrationsbereich von Joomla!, ins sogenannte Backend. Es wird die Grundkonfiguration vorgenommen und ihr erfahrt, wie sich Joomla! grundsätzlich bedienen lässt. Denn obwohl Joomla! eine enorme Funktionsvielfalt aufweist, sind die Arbeitsschritte doch stets identisch. Hat man die erst einmal verinnerlicht, fällt das Einarbeiten leicht.

In Joomla! wird prinzipiell zwischen dem Backend und dem Frontend unterschieden. Das Frontend ist das, was eure Besucher sehen, wenn sie eure Seite aufrufen.

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In Joomla! wird prinzipiell zwischen dem Backend und dem Frontend unterschieden. Das Frontend ist das, was eure Besucher sehen, wenn sie eure Seite aufrufen.

 

Beim Backend handelt es sich um den Administrationsbereich.

 

Der ist Dreh- und Angelpunkt sämtlicher Aktivitäten, die mit Joomla! und der Konfiguration eurer Seite zusammenhängen. Dort legt man Inhalte an, verwaltet Benutzer und installiert Erweiterungen. Um auf den Administrationsbereich zuzugreifen, muss man hinter dem eigentlichen URL ein /administrator anhängen. Bei einer lokalen Installation lässt sich das Backend üblicherweise folgendermaßen aufrufen:

http://localhost/joomla25/administrator.

Beim Backend-Aufruf wird die Login-Maske angezeigt.

 

Dort muss man die während der Installation vergebene Kombination aus Benutzername und Passwort eintragen. Um überhaupt mit Joomla! arbeiten zu können, sollte man im Browser JavaScript aktivieren. Zudem müssen Cookies akzeptiert werden.

Nach erfolgreicher Anmeldung zeigt Joomla! eine ganze Menge Symbole an.

 

Über die habt ihr Zugriff auf alle wichtigen Bereiche von Joomla!. Mit dieser Übersichtsseite werdet ihr es übrigens immer wieder zu tun bekommen. Es handelt sich dabei um das Joomla!-Kontrollzentrum. Im oberen Fensterbereich findet ihr die Hauptnavigation.

 

Dahinter verbergen sich die verschiedensten Bereiche wie beispielsweise die Menü- und die Benutzerverwaltung. Im rechten Fensterbereich werden einige wichtige Informationen angezeigt.

 

Dort kann man ablesen

• wer die letzten fünf angemeldeten Backend-Benutzer gewesen sind,
• welche fünf Artikel am häufigsten aufgerufen wurden und
• welche fünf Artikel zuletzt hinzugefügt wurden.

Joomla! ist im Vergleich zu anderen CM-Systemen recht übersichtlich und benutzerfreundlich aufgebaut. Deutlich wird das beispielsweise, wenn man sich TYPO3 ansieht.

Hier werden die unterschiedlichen Ansätze der Systeme sichtbar. TYPO3 fühlt sich "technischer" an. Joomla! hingegen erinnert mit seinen netten Symbolen eher an Windows und Office. (Wobei das eine völlig wertfreie Feststellung ist und nichts damit zu tun hat, welches der beiden Systeme besser ist. Denn eine solche Aussage kann nur jeweils einsatzbezogen erfolgen).

 

Die Funktionsweise von Joomla! im Detail

Joomla! folgt einem sehr einfachen Arbeitsprinzip:

• Man ruft den gewünschten Bereich auf.
• Man nimmt die gewünschten Änderungen vor.
• Man speichert die Änderungen ab.

Dieses Prinzip zieht sich durch sämtliche Bereiche. Gleichgültig, ob man die Konfiguration aufruft, neue Beiträge anlegt oder neue Menüeinträge generieren will.

Am besten lässt sich die Arbeitsweise anhand eines typischen Beispiels zeigen. Durch die folgenden Schritte werden die Metaangaben der Seite ergänzt. Ruft dazu Site>Konfiguration auf. Im oberen Fensterbereich wird eine ganze Reihe an Symbolen eingeblendet.

 

Diese Icon-Sammlung läuft bei Joomla! unter dem Namen Werkzeugleiste. Diese Leiste wird euch während der täglichen Arbeit immer wieder begegnen. Dabei passt sie sich dynamisch an den aufgerufenen Bereich an. So besitzt die Werkzeugleiste beispielsweise innerhalb der Konfiguration völlig andere Symbole, als wenn man einen neuen Beitrag anlegt. Welche Symbole letztendlich angezeigt werden, ist von der aufgerufenen Seite bzw. der Bearbeitungsansicht abhängig.

Joomla! zeigt tatsächlich immer die Symbole innerhalb der Werkzeugleiste an, die für den aufgerufenen Bereich relevant sind.

Zurück also zur Konfiguration, die über Site>Konfiguration aufgerufen wird. Im Register Site gibt es u.a. das Feld Meta-Beschreibung. (An dieser Stelle geht es nur um die Beschreibung der Funktionsweise von Joomla!. Ausführliche Informationen zum Thema Suchmaschinenoptimierung gibt es im weiteren Verlauf dieser Tutorialreihe). Tragt dort beispielsweise Folgendes ein:

"PSD-Tutorials.de bietet eine umfassende und qualitativ hochwertige Sammlung an Tutorials und Video-Trainings zur Bildbearbeitung mit Photoshop, Fotografie, Mediengestaltung und Webentwicklung."

Der hier angegebene Inhalt wird von Joomla! automatisch der description-Meta-Angabe zugewiesen. In das Feld Meta-Schlüsselwörter könntet ihr nun Folgendes eintragen.

"Photoshop, Tutorials, Bildbearbeitung, Video-Trainings, lernen, Webdesign, Fotografie, Webentwicklung"

Die hier notierten Schlüsselwörter sind dann die globalen Schlüsselwörter der Seite. Wobei diese für jede Kategorie und sogar jeden einzelnen Beitrag einzeln definiert werden können. Dazu dann aber später mehr.

In der Werkzeugleiste gibt es zwei Optionen, über die sich die Einstellungen speichern lassen:

Speichern – Die Einstellungen werden gespeichert, die aktuelle Seite bleibt aber geöffnet.
Speichern & schließen – Die Einstellungen werden ebenfalls gespeichert. Allerdings wird die aktuelle Seite geschlossen.

 

Im aktuellen Beispiel übernehmt ihr die Änderungen einfach mit Speichern. Joomla! zeigt daraufhin einen entsprechenden Hinweis im oberen Fensterbereich.

 

Um sich die Änderungen im Frontend anzusehen, braucht man jetzt nur auf den Vorschau-Link zu klicken.

Im Fall der Meta-Angaben sind diese jedoch nicht unmittelbar zu sehen. Stattdessen muss man sich den generierten Quellcode anzeigen lassen. Klickt dazu mit der rechten Maustaste auf einen freien Seitenbereich und wählt Seiten-Quelltext anzeigen. (Die Option im Kontextmenü heißt in den Browsern immer ein bisschen anders. Im Internet Explorer nennt sich die beispielsweise Quellcode anzeigen).

Im Metadaten-Bereich sind die im Backend eingetragenen Werte zu sehen.

 

Die verschiedenen Ansichten

Die Werkzeugleiste ist also variabel. Welche Symbole letztendlich angezeigt werden, hängt dabei auch von der aktuellen Ansicht ab. Prinzipiell wird in Joomla! zwischen der Listen- und der Bearbeitungsansicht unterschieden.

Zunächst zur Listenansicht. In dieser Ansicht kann man alle Elemente des aufgerufenen Verwaltungsbereichs ansehen und auf sie zugreifen. Die Funktionalität passt sich dabei dem gewählten Bereich an. In dieser Ansicht kann man meistens gleich mehrere Objekte markieren und verändern. Dazu setzt man einfach einen Haken vor dem gewünschten Element und klickt in der Werkzeugleiste die gewünschte Option an.

Einige der angezeigten Parameter sind anklickbar und ändern ihren Status oder wechseln in den Bearbeitungsmodus. Klickt man beispielsweise unter Inhalt>Beiträge bei einem Artikel in der Status-Spalte ein Symbol an, wird es umgekehrt. Ein freigegebener Artikel wird gesperrt.

 

Neben der Listenansicht gibt es noch die Bearbeitungsansicht bzw. den Bearbeitungsmodus. Dabei konzentriert man sich immer auf ein Element. Will man beispielsweise einen Beitrag bearbeiten, klickt man dessen Titel in der Listenansicht unter Inhalt>Beiträge an. Das geöffnete Element kann bearbeitet werden. Sobald man sich im Bearbeitungsmodus befindet, wird das Element gesperrt bzw. ausgecheckt. Andere Benutzer können während dieser Zeit nicht mehr darauf zugreifen. Zu erkennen sind gesperrte Elemente in der Listenansicht an einem vor dem Titel angezeigten Schloss.

Um ein solches Element explizit wieder freizugeben, markiert man das Kontrollkästchen unter Inhalt>Beiträge vor dem Beitrag und klickt in der Werkzeugleiste auf Einchecken.

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