Joomla! 2.5 (Teil 19): Module in Aktion (2)

Im Zusammenhang mit Modulen tauchen weitere Fragen auf. Wie kann man das Modul auf einzelnen Seiten einblenden? Was hat es mit dem Zugriffslevel auf sich? Und dann ist auch noch der Punkt interessant, wie sich die Modulreihenfolge beeinflussen lässt. Denn wie bereits beschrieben, können innerhalb einer Position mehrere Module angeordnet werden. Das alles wird in diesem Tutorial gezeigt. Außerdem erfahrt ihr, wie ihr Module innerhalb von Beiträgen anzeigen könnt. Interessant ist das beispielsweise, wenn YouTube-Videos integriert werden sollen.

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Wenn ihr ein Modul anlegt und es freigebt, heißt das noch lange nicht, dass es auch im Frontend sichtbar ist. Entscheidend dafür ist der Bereich Menüzuweisung. Denn darüber kann man explizit festlegen, auf welchen Seiten das Modul tatsächlich zu sehen sein soll.

Will man das Modul auf allen Seiten anzeigen, wird im Feld Modulzuweisung der Eintrag Auf allen Seiten aktiviert.

Um das Modul lediglich auf bestimmten Seiten anzuzeigen, stellt man über das Auswahlfeld den Wert Nur auf der gewählten Seite ein und aktiviert anschließend die Kontrollkästchen vor den Seiten, auf denen das Modul zu sehen sein soll. Das ist praktisch. So könnte man beispielsweise das Anmelden-Modul ausschließlich auf der Startseite anzeigen.

 

Achtet in diesem Zusammenhang unbedingt auf die verschiedenen Registerkarten. Gerade diese werden oftmals nämlich gerne übersehen.

Jedes Register repräsentiert hier ein eigenes Menü. Für jedes Menü, das ihr im Backend angelegt habt, gibt es also eine Registerkarte.

 

Die Reihenfolge der Module

Innerhalb einer Modulposition lassen sich theoretisch beliebig viele Module einfügen. Entscheidend ist hier dann eine Frage: Wie kann man festlegen, in welcher Reihenfolge die Module innerhalb einer Position angezeigt werden?

Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Zunächst einmal könnt ihr die Reihenfolge der Module über Erweiterungen>Module bestimmen. Klickt dort auf den Spaltenkopf Reihenfolge. Daraufhin werden Pfeile neben den Modulen angezeigt.

 

Über diese Pfeile lassen sich die Module innerhalb einer Position jeweils um eine Stelle nach oben oder nach unten verschieben.

Eine weitere Variante, die Modulreihenfolge zu bestimmen, verbirgt sich in den Einstellungen der jeweiligen Module. Klickt dazu unter Erweiterungen>Module das Modul an, dessen Reihenfolge angepasst werden soll. Entscheidende Bedeutung fällt jetzt dem Feld Reihenfolge zu.

Innerhalb des Reihenfolge-Feldes sind alle Module aufgeführt, die in der aktuellen Position – die man übrigens dem Position-Feld entnehmen kann – enthalten sind. Hier kann man die gewünschte Position einstellen.

 

Module innerhalb von Beiträgen anzeigen

Ihr könnt innerhalb von Beiträgen Module einbinden. Das ist praktisch, schließlich könnte man auf diese Weise beispielsweise YouTube-Videos anzeigen. Damit das funktioniert, muss allerdings ein bestimmtes Plug-In aktiviert sein. Überprüft unter Erweiterungen>Plugins, ob das Plug-In Inhalt – Modulpositionen laden aktiviert ist.

Nur dann funktioniert das Einbinden von Modulen in Beiträge. Um nun ein Modul in einen Beitrag einzufügen, schreibt man an der gewünschten Stelle im Beitrag folgende Syntax:

{loadposition user9}

Dadurch wird das Modul geladen, das an der Modulposition user9 platziert wurde. Anstelle von user9 kann natürlich auch jede andere Position angeben werden.

 

Wer auf das Modul zugreifen darf

Im Zusammenhang mit Benutzern und den Zugriffsrechten wurde bereits auf die Möglichkeit hingewiesen, dass man Inhalte ausschließlich bestimmten Benutzern zugänglich macht. Der typischste Fall ist hier sicherlich, dass nur solche Besucher einen bestimmten Inhalt sehen, wenn sie sich registriert und eingeloggt haben. Ihr erinnert euch noch an das vorgestellte Modul CoolClock? Dieses Modul soll nun so konfiguriert werden, dass es zunächst einmal im Frontend nicht zu sehen erst. Erst dann, wenn sich ein zuvor registrierter Besucher mit seinen Zugangsdaten im Frontend anmeldet, wird ihm das Modul angezeigt.

Um die Zugriffsebene für ein Modul festzulegen, ruft man Erweiterungen>Module auf und klickt auf den Namen des betreffenden Moduls. Entscheidende Bedeutung kommt jetzt dem Feld Zugriffsebene zu. Standardmäßig sind darin drei von Joomla! vordefinierte Zugriffsebenen vorhanden. Wenn ihr eigene Ebenen anlegt, sind diese dort natürlich ebenfalls zu sehen.

Öffentlich – Das Modul ist für alle Besucher der Webseite sichtbar.
Registriert – Ausschließlich registrierte Benutzer bekommen das Modul zu Gesicht.
Spezial – Alle registrierten Benutzer, die mindestens der Benutzergruppe Autor zugeordnet sind, können das Modul sehen.

Sollen jetzt also ausschließlich registrierte Benutzer das Modul sehen, stellt man als Zugriffsebene den Wert Registriert ein.

Neue Module anlegen

In Joomla! gibt es bereits zahlreiche Standardmodule. Das sind beispielsweise die Module Anmeldung, Zufallsbild, Banner und Menü. Wenn ihr die Beispieldatensätze von Joomla! installiert habt, sind viele dieser Module bereits standardmäßig vorhanden. Ihr könnt aber jederzeit neue Instanzen dieser Module anlegen.

 

Um ein neues Modul anzulegen, ruft man Erweiterungen>Module auf und klickt in der Werkzeugleiste auf Neu. In dem sich daraufhin öffnenden Fenster sind alle auf dem System verfügbaren Modulvarianten zu sehen.

Um eines der Module anzulegen, klickt ihr den betreffenden Namen an. In dem sich öffnenden Fenster können weiterführende Angaben zu dem Modul gemacht werden. Die allgemeinen Moduleinstellungen sind dabei für alle Module identisch. Entscheidender ist hier der Bereich Details.

Dort müsst ihr unbedingt einen Titel und die Position angeben. Der Titel sollte eindeutig sein, damit das Modul später für euch noch unterscheidbar ist. Prinzipiell können aber mehrere Module denselben Namen haben. Joomla! unterscheidet die Module nämlich nicht anhand ihrer Namen, sondern ihrer IDs.

Über Titel anzeigen bestimmt man, ob der Titel oberhalb des eigentlichen Moduls zu sehen sein soll. Ob ihr diese Option auf Anzeigen oder aber auf Verbergen stellt, ist sicherlich vom jeweiligen Modul abhängig. Diese Optionen sind also bei allen Modulen gleichermaßen verfügbar.

Unterschiede gibt es allerdings im Bereich Basisoptionen. So weist beispielsweise das Modul Statistiken völlig andere Optionen als das Banner-Modul auf.

 

Im Register Erweiterte Optionen lassen sich die Module cachen und man kann beispielsweise auch ein alternatives Layout bestimmen. Hinsichtlich der Gestaltung der Modulausgabe ist das Feld Modulklassensuffix interessant.

Denn darüber kann dem div-Container des Moduls ein Suffix zugewiesen werden. Dieses Suffix wird der allgemeinen CSS-Klasse für diesen Modultyp angehängt. Und genau das ermöglicht das individuelle Formatieren von Modulen im Frontend mittels CSS. So weist Joomla beispielsweise Menüs (die ja letztendlich als Module eingebunden werden) die CSS-Klasse menu zu.

Formatiert man diese Klasse per CSS, werden natürlich alle Menüs gleich formatiert. Das ist nicht immer gewollt. Weist man einem Menü jetzt das Modulklassensuffix –oben zu, wird daraus im Frontend-Quellcode automatisch die CSS-Klasse menu-oben, die ausschließlich diesem einen Menü zugewiesen wird.

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